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2017: Innovationspreis 2017

„We serve“ ist der Leitsatz aller Lions Mitglieder weltweit, und in diesem Geiste feiern wir schon das 100jährige Bestehen der Lions Organisation.

„We serve“ motiviert auch unseren Lions Club hier in Limburg jedes Jahr aufs Neue. Sie erinnern sich sicher an die großen Projekte der vergangenen Jahre, die wir dank Ihrer Unterstützung realisieren konnten. Mit dem Projekt der „digitalen Helden“ haben wir zahlreichen Jugendlichen professionelle Hilfe zum bewussten und sorgsamen Umgang mit den digitalen Medien geben können.

Und mit dem Projekt „NaturPur“ haben wir mitgeholfen, dass Kindergartenkinder wieder mehr Zugang zu Wald und Natur haben können. 2017 haben wir den Startschuss für eine neue, mehrjährige Initiative gegeben – den Innovationspreis des Lions Clubs Limburg-Domstadt. Mit diesem Preis werden wir in den kommenden Jahren jeweils innovative Projekte in unserer Region zu einem gesellschaftlich besonders relevanten Thema fördern, die sich durch besonderen persönlichen Einsatz, kreative und innovative Wege und Nachhaltigkeit auszeichnen.

Für den ersten Innovationspreis haben wir uns noch einmal die Flüchtlingsthematik auf die Fahnen geschrieben. Denn nachdem man die größte anfängliche Not der Asylsuchenden gelindert hatte, bestand die Hauptaufgabe in der nachhaltigen Integration der zu uns Geflohenen. Wir sind überzeugt: Integration in unsere Gesellschaft kann nur durch persönliche Kontakte gelingen. Und das ist ohne das private Engagement zahlloser Menschen in Vereinen, privaten Initiativen, Gruppen oder Familien nicht möglich. Zur Übernahme der Schirmherrschaft des Innovationspreises hatte sich Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn spontan bereit erklärt. Die Veröffentlichung der Ausschreibung erfolgte über die regionalen Medien, die Internetauftritte der Kreisverwaltungen sowie der Städte und Gemeinden des Kreises Limburg-Weilburg und der benachbarten Landkreise. Ebenso als Auslage in Form eines Informationsblattes in diesen kommunalen Gebietskörperschaften. Darüber hinaus wurde die Ausschreibung auf der Internetseite des Lions Clubs Limburg-Domstadt veröffentlicht sowie über die von den Mitgliedern des Clubs persönlich genutzten sozialen Medien verbreitet. Die Jury setzte sich aus Mitgliedern des Lions Clubs Limburg-Domstadt, einem Medienvertreter, einem Stiftungsmitglied, einem Vertreter des Bistums und der Stadt Limburg sowie einem Repräsentanten aus den Bereichen Sport/ Kultur zusammen:

  • Dr. Marius Hahn, Schirmherr, Bürgermeister der Stadt Limburg
  • Joachim Heidersdorf, Vertreter des Medienpartners Nassauische Neue Presse
  • Wolfgang Rösch, Generalvikar des Bistums Limburg
  • Julia Kleiter, Opern- und Konzertsängerin
  • Christine Koop, Karg-Stifung
  • Dr. Martin Lenfers, Präsident des LC Limburg-Domstadt
  • Burkhardt Toews, 1. Vizepräsident des LC Limburg-Domstadt
  • Klaus-Peter Kreß, 2. Vizepräsident des LC Limburg-Domstadt

Die Kriterien für die Preisvergabe waren:

1. Persönliches Engagement und ideeller Einsatz
Außergewöhnlicher Einsatz, deutlich über ein zu erwartendes Maß hinaus.

2. Innovation und kreative Wege
Innovative und kreative Ansätze wie z.B. Projekte, an denen vielfältige Disziplinen und heterogene Gruppen beteiligt sind und die zum Beispiel über die reine Vermittlung von Sprache deutlich hinausgehen.

3. Inhaltliche Auseinandersetzung und Modellcharakter
Kreative sowie ziel- und zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlich relevanten Thema der Integration von Flüchtlingen mit einem Modellcharakter für die Region und Gesellschaft.

4. Nachhaltigkeit
Initiativen, die eine nachhaltige Wirkung haben.

Dafür wurden drei Preise ausgelobt, die mit insgesamt 10.000 Euro dotiert waren, nämlich 5.000 Euro für den ersten, 3.000 Euro für den zweiten und 2.000 Euro für den dritten Preis.

Es wurden insgesamt 19 unterschiedliche Projekte eingereicht, für die von der Jury nach den festgelegten Bewertungskriterien Punkte vergeben wurden. Die höchste Punktzahl und damit den ersten Preis erzielte das Projekt „Kaleidoskop - ein biografisches Theaterprojekt mit Geflüchteten und jungen Menschen aus Limburg und Umgebung“, organisiert vom Malteser Hilfsdienst. Dabei wurde aus den Lebens- und Erfahrungswelten eines jeden Teilnehmers Material gewonnen und als Bestandteil der Handlung auf die Bühne gebracht. So wurde die Zerrissenheit zwischen alter Heimat und dem neuen Leben in Deutschland thematisiert. Auch weitere Themen wie Bürokratie, Kultur, Sprache, Anschluss finden, Erwachsensein, Heimweh, Frustration wurden aufgegriffen. Dabei haben die Teilnehmer den Großteil der Texte selbst geschrieben. So konnten neben der Aufarbeitung der eigenen Erlebnisse auch die deutsche Sprache vermittelt, Kontakte geknüpft, Begegnungen und gemeinsame Erfolgserlebnisse erreicht werden. Das Theaterstück wurde mehrfach öffentlich aufgeführt, unter anderem in der crossover- Kirche Limburg und im Gallus- Theater Frankfurt.

Der zweite Preis ging an den ehrenamtlichen Arbeitskreis Integration der Gemeinde Hünfelden. Unter dem Titel „Mitten Drin - was nun?“ wurde und wird die Integration in das Dorfleben durch Teestuben-Treffen, Zeit der Begegnung, Kontakte zu Sport- und Vereinsleben, organisatorische Alltagshilfe usw. gefördert. Den dritten Preis gewann der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe Elz. In Zusammenarbeit mit der ev. und der kath. Kirchengemeinde sowie örtlichen Vereinen wie DLRG, DRK, Freiwilliger Feuerwehr und den Sportvereinen wurde ein Café International organisiert. Darüber hinaus gibt es einen mehrsprachigen Flyer mit vielen wichtigen Informationen und Adressen aus Elz.